Assistenz - Mobiles kompetenzzentrum


Die Grundlage

2012 wurde in der Schweiz das Leben mit Persönlicher Assistenz gesetzlich verankert. Damit entstand der Rahmen für die lang erwartete Alternative zum Leben in einem Heim. Das Gesetz sieht vor, dass die staatlichen Gelder in Form eines Assistenzbudgets direkt an Menschen mit Behinderung ausbezahlt werden, die somit die Möglichkeit erhalten, ihre Assistenz selbst zu organisieren.

Die Umsetzung

Bis anhin hapert es bei der Umsetzung des Gesetzes. Die staatlichen Gelder reichen für die Assistenz komplex behinderter Menschen nicht aus und es wurden entscheidende Bereiche, ohne die ein Leben mit Persönlicher Assistenz nicht gelingen kann, schlicht vergessen: Unterstützungsleistungen in Management, Organisation und Administration sind nicht vorgesehen, obwohl die Menschen mit ihren sechs- bis achtköpfigen Assistenzteams zu eigentlichen BetriebsleiterInnen werden. Diese enorme Herausforderung führt für fast alle Menschen mit einer schweren Behinderung zum Ausschluss aus diesem Lebensmodell, obwohl der Gedanke dahinter Inklusion und Gleichstellung ist. Hier setzt der Verein  leben wie du und ich mit seinem Mobilen Kompetenzzentrum an.

Unsere Aufgabe

Konkret hilft der Verein Menschen mit Behinderung bei Organisation und Administration im Zusammenhang mit der persönlichen Assistenz. Die Betroffenen werden zu Arbeitgebern und haben einen enormen administrativen Aufwand zu bewältigen. Sie leiten einen Kleinbetrieb mit mehreren (Teilzeit-) Angestellten, müssen Arbeitspläne erstellen, Lohnabrechnungen machen, Sozialversicherungen abschliessen, ein Team managen, Geld verwalten. In allen diesen Schritten unterstützt der Verein die Menschen. Im Mobilen Kompetenzzentrum arbeiten auch zwei Menschen mit Behinderung. So wurden Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt geschaffen.

«Es hätte mir nichts Besseres passieren können, als diesen Schritt in die Freiheit zu wagen.»

Pascal Balbinot
 
Assistenz - Mobiles kompetenzzentrum