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Leben mit Assistenz - Ein "Privileg" für Wenige oder ein Menschenrecht für Alle?

Eine Tagung des Vereins leben wie du und ich in Zusammenarbeit mit der Vereinigung Cerebral Zürich


Moderation: Nik Hartmann

Patronat: Nationalrat Christian Lohr


Donnerstag, 12. September 2019 von 9:30 – 16:30 im Kulturpark in Zürich


2012 wurde in der Schweiz - nach einer sechsjährigen Pilotphase - die Assistenz als Alternative zum Leben in einer Institution gesetzlich verankert. Wie sieht es nach fast acht Jahren aus mit der Umsetzung? Kann das neue Gesetz wirklich Fuss fassen in der Schweiz? Gibt es eine reale Wahlmöglichkeit der Wohnform für alle Menschen mit Behinderung – auch mit schwerer Behinderung?  Wie beeinflusst die Assistenz die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung? Wie kann die Assistenz Inklusion fördern?

In einer vierjährigen Pilotphase hat der Verein leben wie du und ich im Rahmen des Projekts leben wie du und ich im KULTURPARK ein Modell entwickelt, das aufzeigt, wie Menschen mit einer schweren Behinderung mit Hilfe von Assistenz leben und arbeiten können und was es braucht, damit die Umsetzung dieser Alternative zum Heim in der Schweiz auch wirklich möglich wird. Die Pilotphase wurde von der Fachhochschule Nordwestschweiz begleitet und evaluiert.

Die Tagung vom 12. September 2019 richtet sich an Menschen, die mit Assistenz leben (wollen) und deren Angehörige, an Fachpersonen aus Verbänden, Institutionen und Hochschulen, sowie an Interessierte aus Politik, Wirtschaft und Sozialwesen. Das Modellprojekt leben wie du und ich im KULTURPARK wird vorgestellt, wir geben einen Blick hinter die Kulissen und es werden die Erkenntnisse aus der Studie präsentiert. Ziel der Tagung ist es, einen Beitrag zu leisten zur Bewusstseinsbildung und vor allem zur realen und praktischen Umsetzung des Lebens mit Assistenz in der Schweiz.

Weitere Infos und das genaue Programm finden Sie im Flyer.

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Come together - Kaffee mit Kunst

Am 2. März 2019 waren unsere Atelier-Türen offen und es konnten verschiedene Kunst-Arbeiten angeschaut und deren work in progress mitverfolgt werden. So wurde ein Einblick in den Atelier - Alltag ermöglicht:

- Von Kunstfotografien bis zum Kurzfilm -

- Von literarischen Texten hin zum Kinderbuch -

- Von der Bewegug über das Kreativ-Sein -


Wir haben uns über die Besucher, welche Kaffee und Kunst geniessen konnten, gefreut! Eindrücke finden Sie in der Rubrik "Bilder"

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Ein Atelierplatz mit Schreibassistenz wird frei!

Im Arbeitsatelier des Vereins leben wie du und ich ist ein Arbeitsplatz mit Schreibassistenz für einen Menschen mit Handicap frei, der mit Assistenz oder in anderer Weise ausserhalb einer Institution subjektfinanziert lebt. Weitere Infos unter folgendem Link:
Zum Inserat

Beitrag an der Tagung: Behinderung und Alter: Soziale Netzwerke stärken

Daniela Vasapolli, Johanna Ott und Jennifer Zuber werden an der Tagung zum Thema "Behinderung und Alter: Soziale Netzwerke stärken" ein Referat halten mit Diskussion. Weitere Infos und Anmeldung unter folgendem Link:
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Eröffnung Kompetenzzentrum im Oktober 2018

Nach einer intensiven Aufbauphase konnten wir im Oktober 2018 unser Kompetenzzentrum offiziell eröffnen. Wir haben uns gefreut über die zahlreichen BesucherInnen, der Raum war so voll, dass wir in letzter Minute noch Klappstühle kaufen mussten! 

 

Mit Szenen und Interviews konnten wir unseren Gästen das Kompetenzzentrum näherbringen und die Notwendigkeit dieser vielfältigen Unterstützung aufzeigen, damit es für Menschen mit einer schweren Behinderung auch die reale Möglichkeit gibt, mit Assistenz zu leben. 

Dies hat auch unser Gastredner Islam Alijaj zum Ausdruck gebracht. 


Weitere Fotos finden Sie unter der Rubrik "Bilder"

Zur Rede von Islam Alijaj

Studie zur Umsetzung der UNO BRK in Zürich ist erschienen

Im September 2018 ist die Studie der ZHAW zum Thema "Handlungsbedarf auf Grund der UNO Behindertenrechtskonvention im Kanton Zürich" erschienen, beauftragt von der BKZ


Folgende Ergebnisse der Untersuchung sind sehr zentral für uns, weil wir diese Problematik schon lange erkannt haben: 

"Es ist nicht garantiert, dass Menschen mit Behinderung unabhängig von Art und Schweregrad ihrer Behinderung die Möglichkeit haben, ihre Wohnform frei zu wählen und beispielsweise in selbstständigen, unterstützten bzw. begleiteten Wohnformen zu leben. Insbesondere Menschen mit schwerer Behinderung haben diese Wahlfreiheit nicht. Dies verstösst gegen das Recht auf unabhängige Lebensführung. (...)

Für Menschen mit Behinderung, die ausserhalb von Institutionen leben, besteht eine Notwendigkeit, Unterstützungsdienste verstärkt zu flexibilisieren und zu individualisieren. Zwingend ist zudem eine finanzielle Unterstützung, die am tatsächlichen Bedarf der Menschen ausgerichtet ist, damit diese möglichst ohne Nachteile und selbstbestimmt am ge- sellschaftlichen Leben teilhaben können."


Wir sind mit der BKZ in Kontakt und bleiben dran!

Zur Kurzfassung der Studie

Die Motion "Selbstbestimmung ermöglichen durch Subjektfinanzierung" wurde angenommen!

Die Motion "Selbstbestimmung ermöglichen durch Subjektfinanzierung", an welcher auch unser Verein mitgearbeitet hat, wurde vom Kantonsrat angenommen, was ein Riesenschritt voran ist! Wir freuen uns und jetzt geht es um die konkrete Umsetzung... 
NZZ Artikel "Behinderte sollen Wahlfreiheit erhalten"

LESUNG MIT TIM KROHN UND JOHANNA MARIA OTT IM ARBEITSATELIER

Am 5. April 2018 hatten wir in unserem Arbeitsatelier den Schriftsteller Tim Krohn zu Gast. Tim Krohn, der bekannt geworden ist durch die mit Glarner Mundart spielenden Romane „Quatemberkinder“ und „Vrenelis Gärtli“, las aus seinem neuen Mammut-Projekt „Menschliche Regungen“, einer Conditio Humana der menschlichen Gefühle und Charakterzüge. Tim Krohn verzichtete auf seine Gage und der Erlös des Abends ging an den Verein. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank!

Neben seinen eigenen Texten las er auch Texte und Gedichte von Johanna Maria Ott. Die junge Autorin schreibt seit ihrem elften Lebensjahr fiktive Kurztexte und Gedichte. Dabei behandelt sie universelle Themen, wie die Sehnsucht nach Liebe, Trost und Freiheit.

Mit ihrem Gedicht „See“ gewann sie 2015 in Wien den Literaturpreis „Ohrenschmaus“. Johanna Maria Ott hat eine schwere Körperbehinderung und schreibt mit einem Kopfstab und/ oder einer Augensteuerung. Einige der Texte sind im Arbeitsatelier entstanden.

Auf wunderbare Weise verknüpfte Tim Krohn Gedichte und andere Texte von Johanna Maria Ott mit Texten aus seinem Mammutwerk. Sie können sich einen kleinen Ausschnitt anhören, wenn Sie sich unser Video anschauen.

Der Abend war sehr gut besucht, die Besucher waren von dieser besonderen Art von Lesung sehr begeistert; es wurde viel gelacht.

Bei einem kleinen Apéro konnte man sich noch austauschen, Bücher von Tim Krohn kaufen und signieren lassen. Der Büchertisch wurde von der Buchhandlung und Bar Sphères, gestaltet.

Zur Hörprobe

NATIONALRAT CHRISTIAN LOHR ZU BESUCH

Am 5. Februar 2018 durften wir den Nationalrat Christian Lohr bei uns empfangen und ihm das Projekt "leben wie du und ich im KULTURPARK" persönlich vorstellen. Wir freuen uns über sein grosses Interesse und dass er sich so viel Zeit genommen hat, uns und das Modellprojekt kennen zu lernen! Danke!

Zwischenbericht Herbst 2017

Unser neuer Zwischenbericht ist da! Diesmal haben wir den Fokus auf das Arbeitsatelier gelegt. Er zeigt aber auch unseren Kampf für die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Zwischenbericht lesen

ERÖFFNUNG ARBEITSATELIER

Meilensteine soll man feiern! Angefangen im Jahre 2016 in einem leeren Raum ohne Trennwand zu nebenstehendem Laden "Fächerei", konnten wir am 5. Oktober 2017 unser Arbeitsatelier offiziell eröffnen. Dank Spenden konnte das Atelier eingerichtet werden und die Projektteilnehmenden haben mit Unterstützung von professionellen Kunstschaffenden herausgefunden, wo ihre Fähigkeiten und Interessen in Bezug auf die Arbeit liegen und so haben wir bisher vier individuelle Arbeitsplätze geschaffen, im Bereich Journalismus, im Bereich literarisches Schreiben und im Bereich Filmschnitt und Layout. Diese wurden zum Teil in Form einer kleinen Ausstellung an der Ateliereröffnung gezeigt und mit den diversen abwechslungsreichen und künstlerischen Beiträgen konnte den Gästen die Idee hinter dem Arbeitsatelier vermittelt werden. Ebenso wurde der mobile Unterstützungsdienst, welcher sich im selben Raum im Aufbau befindet, kurz vorgestellt. Bilder dazu findet ihr in der Bildergalerie!

Auf der politischen Ebene

Im Moment setzen wir einen unserer Schwerpunkte in der politischen Arbeit. Unter anderem haben wir bei der Motion "Selbstbestimmung ermöglichen durch Subjektfinanzierung" mitgearbeitet. 

Ausserdem sind wir im Gespräch mit dem Kanton Zürich um die Lücken in der Finanzierung der Assistenz aufzuzeigen und Lösungen dafür zu finden. 

Am 28. September 2017 haben wir an der Veranstaltung von Agile im Bundeshaus in Bern zum Thema «Nur wer sich einbringt, wird gehört – Keine Angst vor Interessenvertretung» mit dem Nationalrat Christian Lohr teilgenommen und viele interessante Inputs für die politische Arbeit mitgenommen. 

Motion "Selbstbestimmung ermöglichen durch Subjektfinanzierung"

4. MITGLIEDERVERSAMMLUNG: DER VORSTAND WURDE ERWEITERT

Am Donnerstag, 22. Juni 2017 hatten wir unsere 4. Mitgliederversammlung. Wir konnten unseren Vorstand um zwei kompetente und engagierte Frauen erweitern, was uns sehr freut: 

- Annette Paltzer als Gründerin des Vorgängervereins JAG SUISSE, welche sich seit Jahren für das Thema der Persönlichen Assistenz einsetzt

- Stefanie Elms von den Schadenanwälten, welche uns auch schon seit einigen Jahren rechtlich unterstützen und einen grossen Wissenssschatz haben, was die Assistenz in der Schweiz betrifft.


Damit sind wir wieder einen grossen Schritt weitergekommen. 


Jahresbericht 2016 anlässlich der Generalversammlung vom Juni 2017